Die Presse schreibt in Wenningstedt (Sylt):

Ebenbürtig ihr zur Seite stehend: Jörg Siebenhaar als verlässliche Konstante am Piano, der hingebungsvoll am Kontrabass agierende Konstantin Wienstroer sowie der dezent sein Schlagzeug einsetzende Dirk Leibenguth.

Außergewöhnlich an diesem Abend: melancholische Tangoklänge als Deutung des 102. Psalms. Siebenhaars Akkordeonspiel verlieh dabei dem Klageruf „Meine Tage sind dahin wie ein Schatten“ ungeahnte Plastizität. Da schmunzelte niemand (wie Felicia Friedrich aus anderen Konzerte zu berichten wusste), sondern lauschte versunken und - so Hermann Hesse nach einem Liederabend - „sann darüber nach bis in die Nacht.“

Klaus Lorkowski

Hallo Sylt, 6.09.2009